Vielfalt (er)leben im
Team der Polizei

Die Polizei Baden-Württemberg steht für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt. Wir schätzen ein Arbeitsumfeld, das frei von Rassismus und Intoleranz jeglicher Art ist. Herkunft, Geschlecht, Religion, soziale Kriterien oder die sexuelle Orientierung spielen für uns keine Rolle. Gegenseitige Wertschätzung und der vorurteilsfreie Umgang im Innen- und Außenverhältnis sind uns wichtig und bestimmen unser Handeln.

Mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit musst Du für eine Bewerbung zur Polizei Baden-Württemberg bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Voraussetzungen

Wir suchen junge Menschen, die unser Team durch ihr Wissen über ausländische Lebensweisen und Mentalitäten bereichern. Ganz gleich, in welcher Kultur sie ihre Wurzeln haben.

  • 1 Du beherrschst Deine Muttersprache in Wort und Schrift.
  • 2 Du hast eine befristete Aufenthaltserlaubnis, eine unbefristete Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt -EU.
  • 3 Du hältst Dich seit mindestens 8 Jahren legal in Deutschland auf.
  • 4 Du besitzt eine der folgenden Staatsangehörigkeiten. Liste

Erfahrungsberichte

Alaga B.
Bosnien-Herzegowina

Ich bin in Bosnien-Herzegowina geboren und kam mit meinen Eltern als ich ein Jahr alt war nach Deutschland.

Aufgewachsen bin ich hier zweisprachig und profitiere daher im polizeilichen Alltag oft davon. Ein Polizist mit Migrationshintergrund agiert nicht nur als Ermittlungsbeamter, sondern fungiert auch als Dolmetscher und Vermittler zwischen den doch sehr verschiedenen Kulturen. Die Vielseitigkeit dieses Berufes und die Freude mit dem Bürger zu arbeiten, waren der Grund für die Bewerbung bei der Polizei. Im Kollegenkreis habe ich nur Positives erfahren und würde diesen Beruf jederzeit wieder wählen.

Talat K.
Türkei

Seit meinem Eintritt vor fast 13 Jahren in den vielseitigen Polizeiberuf habe ich als Sohn türkischstämmiger Eltern in verschiedenen Bereichen der Polizei Verwendung gefunden.

Insbesondere bin ich des Öfteren bei Vorfällen tätig, in welchen die sprachliche und kulturelle Ebene der Beteiligten zum Tragen kommt. Die alltäglichen Einsätze stellen nicht selten Herausforderungen dar, die sich aufgrund des vorhandenen Migrationshintergrunds leichter bewältigen lassen. Voller Überzeugung kann ich erwähnen, dass ich solche Unterstützungen gerne leiste und es mir nahezu immer Freude bereitet, "Brücken zu bilden"!

Elisabeth S.
Rumänien

Seit nunmehr 24 Jahren lebe ich in Deutschland. Auch wenn das Land meiner Geburt Rumänien heißt, fühle ich mich, auch auf Grund meiner siebenbürgen-sächsischen Abstammung, seit jeher als Deutsche.

Nachdem mein Berufswunsch als Polizeibeamtin in Erfüllung ging, erfuhr ich nur positive Resonanzen hinsichtlich meines Migrationhintergrundes, sowohl von Kollegen als auch von Bürgern. Innerhalb unseres Kollegiums bilden wir ein starkes, vielfältiges Team zwischen Deutschen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Ländern. Jeder kann seinen individuellen kulturellen Hintergrund in den Polizeialltag einbringen. Meine Wahl, als Polizeibeamtin zu arbeiten, habe ich bisher zu keinem Zeitpunkt bereut und würde sie jederzeit wieder treffen.

Arsalan F.
Afghanistan

Ich bin in Kabul/Afghanistan geboren und kam im Alter von sechs Jahren zusammen mit meinen Eltern und Geschwistern nach Deutschland.

Da mein Vater in meiner Kindheit bei der afghanischen Militärpolizei beschäftigt war, wollte ich schon als kleiner Junge Polizist werden. 2001 bewarb ich mich bei der Polizei Baden-Württemberg und erfüllte mir somit mit der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei Bruchsal im Jahr 2002 meinen Kindheitstraum. Mittlerweile arbeite ich seit nunmehr acht Jahren im Streifendienst. In diesen acht Jahren habe ich bei der Landespolizei ausschließlich positive und im Umgang mit meiner Person in Uniform auch humorvolle Erfahrungen gemacht, weshalb ich bis heute nie bereut habe, diesen sehr abwechslungsreichen und interessanten Beruf gewählt zu haben. Bislang wurde ich in meiner Zeit im Streifendienst, sei es als Praktikant, als Einsatzbeamter oder als Beamter im Streifendienst auf einem Revier durchweg positiv aufgenommen und hatte nie das Gefühl, dass meine afghanische Herkunft die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen behindert oder benachteiligt hat.

 

Auch wenn eine ältere Person unserer Gesellschaft mich zuletzt, als uniformierter Polizeibeamter mit Migrationshintergrund bei der Überbringung einer zuvor entwendeten Geldbörse skeptisch fragte, ob ich als Ausländer der "Dieb" ihrer Geldbörse gewesen sei und diese Begebenheit mit reichlich Humor auffasste, sah auch die ältere Person mit ihrer veralteten Vorstellung der Polizei in einem uniformierten Menschen mit ausländischer Herkunft schließlich den "Freund und Helfer".

 

Angesichts unserer multikulturellen Gesellschaft empfinde ich es als überaus wichtig, dass wir auch Polizeibeamte mit Migrationshintergrund in den eigenen Reihen haben, da es ihnen oft leichter fällt, Vertrauen zu Personen anderer Kulturen aufzubauen und Zugang zu diesen Bevölkerungsgruppen zu finden.

 

Hintergrund